Gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae), er wird auch Heilwundkraut, Ähren Weiderich oder Rosen Weiderich genannt. Der Blutweiderich ist in Europa heimisch, kommt aber auch in Nordafrika, Asien und Nordamerika vor. Er bevorzugt einen feuchten Standort und kann auch im Wasser wachsen. Wir finden den Blutweiderich oft in Sümpfen oder Wassergräben.
Die ausdauernde Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Die Blätter sind lanzettförmig und die violette, kerzenförmige Blüte bezaubert uns durch ihre Schönheit.

Wichtige Inhaltsstoffe sind Anthocyan, Gerbstoff, Gerbsäure und ätherisches Öl.
Verwendung findet er volksheilkundlich bei Durchfall, Verdauungsschwäche, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, starke Menstruationsblutungen, Husten, Halsschmerzen, Ekzeme und Hautentzündungen.

Die beste Sammelzeit ist der Hochsommer und verwendet werden Kraut, Stängel und Wurzel.

Heuer findet der Blutweiderich Platz in meinem „Neun Kräuterbündel“ und ich stelle euch den Blutweiderich als Räucherkraut vor. Seine Energie zeigt sich mir erhebend, sowohl die menschlichen wie die himmlischen Gewitter vermag er zu entstören. Als Körperräucherung wirkt er ebenso entspannend wie haltgebend, die unverdauten Gefühle lösen sich und das Feuer kann wieder lodern.

Ich mache mir aus den Blüten des Blutweiderichs auch einen kühlenden Venenspray.
Und so wird er gezaubert:
Eine Handvoll Blutweiderichblüten werden mit 100 ml Wasser im Mixer püriert, danach wird der Auszug abgefiltert und in ein Sprühflascherl eingefühlt, zum haltbar machen gebe ich einen Teelöffel Natron bei.

Und nächste Woche erzähle ich Euch vom Leinkraut.