Gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), sie wird auch Heilwundkraut, Machtheilkraut, Gülden Wundkraut oder Petrusstab genannt.

Im Spätsommer findest Du die Goldrute wild wachsend an Flussufern, an Wegrändern und auf Schotterplätzen. Verwendet wird das blühende Kraut, es wird vom Juli bis 15. September gesammelt.

Sie ist eine ausdauernde krautige Pflanze und wächst bis 1m hoch. Die lanzettlichen Blätter sind im Bereich der Spitze leicht gesägt. Die Blüten zeigen uns ein leuchtendes Gelb, sie wachsen seitlich am Stängel und erinnern uns an ein Dach. Im oberen Bereich des Stängels können wir nur bei der Kanadischen Goldrute Haare erkennen.

Wichtige Inhaltsstoffe sind Flavonoidglykoside, Saponine, ätherische Öle, Phenolglykoside, Gerbstoffe, Mineralstoffe. Verwendung findet sie zur Vorbeugung gegen Harnsteine und Nierengrieß, bei Reizblase und zur Durchspülung der ableitenden Harnwege. Ebenso wird sie als  Begleitmittel bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt.

Die Stängel und Blätter können zum Färben verwendet werden.

Für unsere Ahnen war die Goldrute ein wichtiges Wundkraut und so wird sie auch heute noch volksheilkundlich verwendet. Die Indianer machten aus den Blüten und den Blätter Breiauflagen, die sie bei Insektenstichen und Schlangenbissen auflegten. Bei Halsentzündungen zerkauten sie die Blüten.
Um Schätze aufzufinden wurde die Goldrute auch verwendet.

Nicht bei Nierenentzündung und Nierenversagen, in der Schwangerschaft und bei Allergie gegen Korbblütler anwenden.

Heute stelle ich Euch ein Rezept für einen Goldrutenwein vor.

Und so wird er gemacht:

Das klein geschnittene Goldrutenkraut wird in ein Marmeladeglas gefüllt, mit einem guten Wein bedeckt und verschlossen für 21 Tage an einem dunklen, warmen Ort ausgezogen.
Danach wird der Wein abgefiltert und in dunkle Flaschen gefüllt.
In der Volksheilkunde wurde er zum anregen der Verdauung und bei Nieren- und Blasensteinen getrunken.