Gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), sie wird auch Zichorie oder Wegeleuchte genannt. Die wunderschöne blaue Blüte neigt sich immer der Sonne zu, daher trägt sie auch den Namen Sonnenbraut.
Im Herbst können wir uns an ihren prächtigen Blüten erfreuen. Anzutreffen ist sie an Wegesrändern, am Waldrand und an Bahndämmen. Das ausdauernde Kraut wächst von 30 bis 140 cm Hoch. Die Pfahlwurzel reicht tief in die Erde und sie zeigt uns einen sparrig, nach oben verzweigten Stengel. Die an der Unterseite borstig behaarten Grundblätter sind fiedrig, gezähnt. Je höher oben die Blätter am Stengel wachsen, desto länglicher, lanzettförmiger werden sie. Die gut erkennbare blaue Blüte besitzt Zungenblüten und sie ist nur einen Tag geöffnet. Sind die Blüten geschlossen, ist das Kraut für uns fast nicht mehr sichtbar.
Die Blüten ernte ich am Vormittag sobald sie sich geöffnet haben und mache eine Blütenessenz. Die jungen, zarten Blätter im Frühling und gebe sie dem Salat bei. Die Wurzen grabe ich im Herbst bei abnehmendem Mond und stelle einen Kaffeeersatz her.

Und so wird er gezaubert:
Die Wurzel reinigen, zerkleinern und mit Zucker ohne Fett trocken rösten, auskühlen lassen und die Wurzelstücke zermahlen. Dann wird das Pulver wie Kaffee aufgekocht, du kannst es auch mit Bohnenkaffee mischen.

Die Energie der Wegwarte übermittelt Kraft und Tatendrang, sie blüht jeden Tag neu auf und sprüht vor Lebensfreude, sie zeigt ganz deutlich:
„Sieh den Menschen und du wirst gesehen“!

Und nächste Woche erzähle ich euch vom Eibisch.