gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae), es wird auch Löwenmaul, Abnehmkraut, Flachskraut, wilder Flachs, Harnkraut, Marienflachs genannt. Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und viele Kräuter schon verblüht sind, erscheint das Leinkraut noch immer im wärmenden sonnengelb. Anzutreffen ist es an Wegesrändern, am Waldrand und an Bachläufen, dort wo der Boden sandig ist. Es kann bis zu 50 cm hoch wachsen und hat schmale, lanzettförmige Blätter. Diese wachsen wechselständig am Stengel und am oberen Ende sitzen die rachenförmigen Blüten. Wie schon gesagt, leuchten sie gelb und die Mitte zeigen sie uns einen orangefarbenen Punkt.

Ich sammle die Blüten von Juli bis September und zaubere daraus einen Ölauszug oder rühre eine Salbe. In der Volksheilkunde hat das Leinkraut keinen sehr großen Stellenwert, wobei es einige tolle Wirkstoffe besitzt. Ich stelle Euch heute eine Salbe aus dem Leinkraut vor, die gegen juckende Hämorrhoiden und Geschwüre eingesetzt wird.

Zuerst möchte ich noch auf die  Energie des Krautes kurz eingehen, diese zeigt sich mir schützend und behütend, auch wärmend und zentrierend. Die Körperräucherung wirkt ebenso, von außen umhüllend und im Mittelpunkt rund und ganz.

Ich habe die Gewissheit und folge meinen Impulsen.

Und so wird sie gezaubert:
Eine Handvoll Leinkrautblüten und 50 g Ghee werden bei niedriger Flamme in einem Topf, einen Tag lang ausgezogen. Das heißt ich drehe den Herd immer wieder auf und ab. Dann filtere ich ab und fülle die Salbe in einen Tiegel.
Haltbarkeit: 1 Jahr

Und nächste Woche erzähle ich Euch von der Wegwarte.